Ambulante Eingriffe



Übersicht

Unterbindung (Vasektomie)
Wiedervereinigung nach Vasektomie (Vaso-vasostomie)
Beschneidung (Zirkumzision)
Blasenspiegelung (Zystoskopie)
Blasendruckmessung (Urodynamik)
Röntgendarstellungen des Harntraktes (Zystographie, Urethrographie, retrograde Pyelographie)
Gewebeprobe der Prostata (Prostatabiopsie) 

Unterbindung (Vasektomie)

Operative Unterbindung beider Samenleiter, vorzugsweise im Hodensack, zur gezielten Schwangerschaftsverhütung.
Dieser Eingriff wird fast ausschliesslich ambulant in Lokalanästhesie durchgeführt. Zusätzlich bieten wir unter gewissen Umständen diesen Eingriff auch in einer kurzen Vollnarkose an.
Wir führen den Eingriff vorzugsweise an Freitagen durch, da an den zwei folgenden Tagen möglichst körperliche Schonung eingehalten werden sollte.
Unter Umständen übernimmt Ihre Krankenkasse einen Teil der Behandlungskosten - fragen Sie Ihre Krankenkasse.
Weitere Informationen geben wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch.

Vasektomie
Vasektomie

 


Wiedervereinigung nach Vasektomie (Vaso-vasostomie)

Hierbei wird mittels mikrochirurgischer Technik der (nach Vasektomie) durchtrennte Samenleiter wieder zusammengefügt und die Durchgängigkeit wiederhergestellt. In vielen Fällen geht dies mit einer Wiedererlangung der Zeugungsfähigkeit einher. Die Kosten werden im Normalfall nicht von der Krankenkasse übernommen.

Vaso-vasostomie
Vasovasostomie

 


Beschneidung (Entfernung der Vorhaut, Zirkumzision)

Operative Entfernung der männlichen Vorhaut (Fachbegriff: Zirkumzision)
Hierbei wird in Lokalanästhesie oder einer kurzen Allgemeinnarkose die Vorhaut entfernt. Der häufigste Grund sind immer wiederkehrende Infektionen bei einer Vorhautverengung (Phimose). Der Eingriff geschieht in der Regel ambulant. Bei medizinischen Gründen übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Kosmetische oder religiöse Gründe müssen in der Regel vom Patienten übernommen werden.

Vor Zirkumzision
Nach Zirkumzision
Vor Zirkumzision Nach Zirkumzision

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Blasenspiegelung (Zystoskopie)

Die Blasenspiegelung (Fachbegriff: Zystoskopie) dient der Abklärung verschiedener Erkrankungen von Harnröhre und Harnblase. Dabei wird ein sogenanntes Zystoskop via Harnröhre in die Blase eingeführt. Mit diesem Instrument kann über eine Glasfaseroptik das gesamte Innere der Harnröhre und Harnblase betrachtet und beurteilt werden. Es gibt verschiedene Zystoskope, wir verwenden sowohl starre wie auch flexible Instrumente, die je nach Fragestellung zu Einsatz kommen. Im Rahmen der Untersuchung wird zuerst lokal desinfiziert und anschliessend die Harnröhre mit einem Gel betäubt. Anschliessend kann die Spiegelung in der Regel problemlos durchgeführt werden. Wohl ist die Untersuchung nicht sehr angenehm, doch schmerzhaft ist sie nicht. Die Untersuchung geschieht ambulant.

 

starre Zystoskopie flexible Zystoskopie
starre Zystoskopie flexible Zystoskopie

 


Blasendruckmessung (Urodynamik)

Blasendruck- und Funktionsmessung (Fachbegriff: Urodynamik)
Eine Urodynamik wird zur Diagnose von Blasenspeicher- und Entleerungsstörungen eingesetzt. Vor geplanten urologischen Therapien und Operationen kann sie wichtige Hinweise liefern.
Eine kleine urodynamische Untersuchung ist die Messung der Harnstärke und Harngeschwindigkeit und kann im Rahmen der normalen Sprechstunde durchgeführt werden.
Eine ausführliche Urodynamik kann bis zu einer Stunde dauern. Dabei werden verschiedene Messkatheter in Harnröhre und Enddarm eingeführt und die Blase mit Wasser gefüllt. Messonden registrieren dabei die Reaktion der Harnblase, die Stärke der Harnblasenmuskulatur und die Koordination der Muskel-Nerven-Tätigkeit bei der Speicher- wie auch in der Entleerungsphase. Die Ergebnisse können entscheidende Hinweise zur korrekten Krankheitsdiagnose und -Behandlung liefern.
Die Untersuchung geschieht ambulant.


Röntgendarstellung des Harntraktes (Zystographie, Urethrographie und Retrograde Pyelographie)

Röntgendarstellungen des Harntraktes haben in der urologischen Praxis einen hohen Stellenwert. Mittels modernem, digitalem Röntgengerät lassen sich Erkrankungen der Harnröhre (Urethrographie), Harnblase (Zystographie), der Harnleiter und der Nierenbecken (Uretero-pyelographie) erkennen. Die Untersuchungen werden in der Regel ambulant durchgeführt. Bei Abklärungen des oberen Harntraktes (Harnleiter und Nierenbecken) ist in der Regel eine Blasenspiegelung (s.o.) notwendig.


Prostata-Gewebeentnahme (Prostatabiopsie)

Die Gewebeprobe aus der Prostata (Fachbegriff: Prostatabiopsie) wird zur Abklärung bei Verdacht auf Prostatakrebs durchgeführt. Dabei wird eine Ultraschallsonde in den Enddarm eingeführt und über eine feine Nadel die Region mittels Lokalanästhesie betäubt. Danach kann mittels Ultraschallsteuerung mit einer Biopsienadel ganz gezielt aus mehreren Regionen der Prostata Gewebe entnommen werden. Der Eingriff ist schmerzlos und dauert in der Regel nicht länger als 10-15 Minuten. Da die Biopsie über den Enddarm geschieht, benötigt der Patient ein Antibiotikum, welches am Vorabend bereits eingenommen und anschliessend für insgesamt 3 Tage verordnet wird. Infektionen sind selten. Kommt es allerdings nach der Biopsie zu Fieber sollte unverzüglich der behandelnde Arzt oder der Hausarzt informiert werden. Bei vorhandenen blutverdünnenden Medikamenten muss allenfalls vorgängig das Medikament abgesetzt oder angepasst werden um das Blutungsrisiko (Blut in Urin und Darm) zu minimieren. Zu achten ist auch auf eine allfällig notwendige Endokarditisprophylaxe bei Herzpatienten.
Häufig findet sich nach der Biopsie Blut im Sperma, was etwa 3-6 Wochen anhalten kann, aber vollkommen harmlos ist.
Die Untersuchung wird ambulant durchgeführt.

Prostatabiopsie
Prostatabiopsie

 

 

 


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