Weitere Eingriffe



Übersicht



TUR-Prostata
TUR-Blase
Ureterorenoskopie
Urethrotomie
Brachytherapie
Nierensteinzertrümmerung (ESWL)
Offene Chirurgie
Roboter assistierte laparoskopische Chirurgie (DaVinci)
Penisverkrümmungen
Epididymektomie und Hydrocelenoperation
Varikozelenoperation

TUR-Prostata

Die sogenannte "Kleine Prostataoperation" führen wir mittels hochmoderner Schlingenresektion durch. Dabei wird über eine Zystoskopie in die Prostata eingegangen. Über eine Drahtschlinge wird mittels Hochfrequenzstrom ein Plasma erzeugt, mit welchem das Prostatagewebe widerstandslos in kleinen Schnitzel herausgelöst werden kann. Über eine weitere Stromart können Blutgefässe verödet werden. Die Operation benötigt eine Teil- oder Vollnarkose. Nach dem Eingriff verbleibt für 2-3 Tage ein Katheter.

Arbeitsunfähigkeit ca. 14 Tage. Sportverbot für 3 Wochen



TUR-Blase

Blasentumore werden in der Regel erfolgreich mittels sogenannter Transurethraler Resektion (TUR) entfernt. Gleich wie bei der TUR-Prostata (s.o.) wird dabei mittels zystokopischer Methode via Hochfrequenzstrom und Plasmasaum der Tumor weggeschnitten. Nach dem Eingriff benötigen PatientInnnen einen Dauerkatheter für die Dauer von 1-2 Tage, je nach Grösse und Ausmass des Tumors. Gelegentlich ist eine zweite Behandlung im Abstand von 3-4 Wochen notwendig.

Arbeitsunfähigkeit ca. 7-10 Tage. Sportverbot für 3 Wochen.



Ureterorenoskopie

Die Harnleiterspiegelung (Fachbegriff Ureterorenoskopie) kann sowohl als diagnostisches wie auch als therapeutisches Mittel eingesetzt werden. Dabei wird mit einem dünnen Instrument, ähnlich einem Zystoskop (s.o.) via Harnröhre und Blase in den Harnleiter eingegangen. Damit kann mit einer Glasfaseroptik der gesamte Harnleiter bis ins Nierenbecken eingesehen werden. Dabei können je nach Fragestellung Proben aus der Schleimhaut entnommen werden oder, was am häufigsten ist, Steine aus dem Harnleiterstein und evtl. auch aus dem Nierenbecken entfernt oder mittels Laser zerstört werden. Bei Verengungen am Übergang Niere/Harnleiter können diese mittels Laser oder Messer eröffnet werden.

Nach Eingriffen am Harnleiter ist in der Regel eine Harnleiterschiene (sog. Pigtailkatheter) notwendig, welcher je nach Eingriff für 2-14 Tage belassen wird und ambulant oder sogar noch während der Hospitalisation entfernt wird.



Urethrotomie

Bei narbigen Verengungen der Harnröhre führen wir die sogenannte Urethrotomie durch. Diese kann je nach Ausmass und Art der Verengung mittels Messer oder Laser durchgeführt werden. Nach dem Eingriff benötigt der Patient einen Dauerkatheter für ca. 2-3 Tage.



Brachytherapie

Siehe auch hier: Leistungen Brachytherapie | Informationen Brachytherapie

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Nierensteinzertrümmerung (ESWL)

Mittels modernster Technologie bieten wir die schonende Behandlung von Nieren und Harnleitersteinen mittels Stosswellentherapie an (Fachbegriff: ESWL = Extrakorporelle Stosswellenlithotrypsie). Die Methode wird seit über 20 Jahren angewandt und ist heute für die Mehrheit der Steine die Gold-Standart-Therapie. Die Dauer der Behandlung liegt zwischen 30 und 60 Minuten.

Normalerweise werden nicht mehr als 3000 bis 4000 Stosswellen verabreicht. Darüber hinaus besteht die Gefahr einer Gewebeschädigung. Die Betroffenen erhalten Beruhigungs- und Schmerzmittel. Nur in Ausnahmefällen wird eine Narkose durchgeführt.

Die Nebenwirkungen und Komplikationen der ESWL sind gering. Durch die Stosswellen wird immer auch in geringem Umfang das Nierengewebe geschädigt. Deshalb kommt es nach der Behandlung nicht nur zu einem natürlichen Abgang der zertrümmerten Steinfragmente, sondern auch zu leichten Blutungen. Auch leichte Blutungen auf der Haut kommen vor. Diese Folgen verschwinden innerhalb weniger Wochen. Ausserdem treten bei einigen der Betroffenen nach der Steinzertrümmerung Koliken auf, die durch die abgehenden Steine verursacht werden.



Offene Chirurgie

Selbstverständlich bieten wir das gesamte Spektrum der offenen Chirurgie. Unsere chirurgisch tätigen Urologen verfügen über ein breites Spektrum und eine grosse Erfahrung im Umgang mit Operationen am Harn- und Genitaltrakt.

Insbesondere im Rahmen der Krebs-Chirugie bei Prostata-, Blasen- und Nierentumoren, aber auch bei Hoden- und Peniskrebs kommt uns die Erfahrung und z.T. jahrelange Teamarbeit entgegen und unseren PatientInnen zugute.

Ein Team von speziell ausgebildeten Fachkräften hilft ihnen auch nach der Operation sich mit der Situation zurechtzufinden.

Fachübergreifende Zusammenarbeit mit erfahrenen ärzten und Instituten sorgen für die Sicherheit unserer Patienten.



Roboterassistierte laparoskopische Chirurgie

In Zusammenarbeit mit Dr.med. Jean-Luc Fehr bieten wir seit Januar 2009 auch die roboterassistierte laparoskopische Chirgie mit dem DaVinci-Roboter an. Diese Eingriffe führen wir in Kooperation selbständig an der Klinik Hirslanden Zürich durch.
Hauptsächlich bei der radikalen Prostataoperation wegen Prostatakrebs beginnt sich diese Operationsmethode durchzusetzen, v.a. wenn im Rahmen der Operation die Nerven zur Potenzerhaltung geschont werden sollen.

 



Penisverkrümmungen

Bei schweren angeborenen und erworbenen Penisverkrümmungen führen wir nach vorgängiger Abklärung (Fotodokumentation) eine Begradingungsoperation durch.



Epididymektomie und Hydrocelenoperation

Operative Entfernung des Nebenhodens bei Entzündungen oder störendem Wasserbruch. Dabei wird der Hoden belassen aber der Nebenhoden entfernt.

Arbeitsunfähigkeit ca. 7-10 Tage.
Sportverbot 3-4 Wochen.



Varikozelenoperation

Operation bei Krampfadern am Hoden (Fachbegriff: Varikozele). Dabei können verschiedene Operationsmethoden angewandt werden. Wir führen standartmässig die Unterbindung der Vene über einen kleinen Unterbauchschnitt (Operation nach Bernardi oder Palomo) oder einen Zugang in der Leiste (Operation nach Ivanisevic) durch. In ausgewählten Fällen kann aber auch mittels Sklerosierung die Varikozele behandelt werden. Dabei werden die Venen am Hodensack freigelegt und mit einem Medikament verödet.


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