Prostatabiopsie (Prostata Gewebsentnahme)

Die Gewebeprobe aus der Prostata wird zur Abklärung bei Verdacht auf Prostatakrebs durchgeführt. Dabei wird eine Ultraschallsonde in den Enddarm eingeführt und über eine feine Nadel die Region mittels Lokalanästhesie betäubt.

Danach kann mittels Ultraschallsteuerung mit einer Biopsienadel ganz gezielt aus mehreren Regionen der Prostata Gewebe entnommen werden (8-14 Stanzen). Der Eingriff ist schmerzlos und dauert in der Regel nicht länger als 10-15 Minuten. Da die Biopsie über den Enddarm geschieht, werden Bakterien unweigerlich in die Prostata gebracht und eine Infektion gesetzt. Der Patient benötigt daher ein Antibiotikum, das bereits am Vorabend eingenommen und anschliessend für insgesamt 3-5 Tage verordnet wird. Schwere Infektionen (Blutvergiftung) sind selten (1-2%). Kommt es allerdings nach der Biopsie zu Fieber, sollte unverzüglich der behandelnde Arzt oder der Hausarzt informiert werden. Bei vorhandenen blutverdünnenden Medikamenten muss allenfalls vorgängig das Medikament abgesetzt oder angepasst werden, um das Blutungsrisiko (Blut in Urin und Darm) zu minimieren. Zu achten ist auch auf eine allfällig notwendige Endokarditisprophylaxe bei Herzpatienten. Blut im Urin, im Stuhl oder Ejakulat können bis 4 Monate nach der Untersuchung auftreten und müssen den Patienten nicht beunruhigen.

Die Untersuchung wird ambulant durchgeführt. Mit der verbesserten Technologie lassen sich heute mittels MRI Untersuchung gewisse Prostatatumore besser darstellen. Dabei hat man die Möglichkeit, die Tumore mittels Fusionstechnik (Fusionsbiopsie) gesteuert zu punktieren, wobei dann deutlich weniger Stanzen erforderlich sind. Bei Nachweis von Prostatakrebs werden anschliessend mittels MRI oder CT sowie Skelettszintigraphie, Lymphknoten- und/oder Knochenmetastasen gesucht respektive ausgeschlossen.

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