Radikale Prostata-Entfernung (Radikale Prostatektomie)

Bei der radikalen Prostatektomie wird die Prostata inklusive Samenblasen und den dazugehörigen Lymphknoten vollständig entfernt. Die verbleibende Blasenöffnung wird dann mit dem Harnröhrenstumpf wiedervereinigt und durch einen Blasenkatheter innerlich geschient.

Nebst den üblichen Operationsrisiken wie Nachblutung oder Wundinfekt sind zwei weitere Risiken speziell zu erwähnen: Anfänglich besteht bei allen Patienten eine Inkontinenz (Unvermögen, den Urin in der Blase zu halten). Es dauert bis zu einem Jahr, bis sich der ganze Verschlussapparat endgültig erholt hat und das funktionelle Ergebnis beurteilt werden kann. In sehr seltenen Fällen kann eine Inkontinenz verbleiben, die dann durch weitere operative Massnahmen behoben werden kann. Viele Patienten sind aber bereits nach wenigen Monaten mehrheitlich kontinent. Da die Nerven zur Erektion flächenhaft an den Seiten der Prostata vorbeiziehen, muss nach der Operation mit einer Impotenz gerechnet werden.

Heutzutage gibt es spezielle operative Verfahren, um diese Nerven zu schonen und somit die Impotenzrate massiv zu senken. Die Vor- und Nachteile dieser Technik müssen aber mit dem behandelnden Urologen differenziert besprochen und genau abgewogen werden. Der Eingriff kann entweder konventionell offen durch einen ca. 10-12 cm grossen Bauchschnitt oder laparoskopisch roboterassistiert (Da Vinci) durchgeführt werden. Beide Verfahren sind bezüglich Radikalität wie auch bezüglich des funktionellen Ergebnisses einander ebenbürtig, respektive keines der Verfahren ist dem anderen überlegen.

Radikale Prostataentfernung (Prostatektomie)

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