Bänder- oder Netzeinlage beim Mann bei Inkontinenz

Über einen kleinen Schnitt im Dammbereich und 2 Stichinzisionen in der Schenkelbeuge wird unter die Harnröhre ein ca. 3 cm breites Netz eingelegt. Die Harnröhre liegt dadurch wie in einer Hängematte und kann bei Belastung durch Husten, Niesen, Springen etc. nicht mehr nach unten absinken, die Harnkontinenz wird auf physiologische Weise wieder hergestellt.

Das Netz besteht aus Polypropylen, einem Kunststoff, der sehr gut verträglich ist und vom Körper nicht abgestossen wird. Am Anfang sind die Fäden noch durch ein sich innerhalb von 90-120 Tagen auflösendes Material umschlossen. Später verbleibt ein sehr dünnes und leichtes Netzimplantat, das vollständig mit körpereigenem Bindegewebe durchwachsen ist. Der Eingriff dauert ca. 60-100 Minuten und wird in Narkose durchgeführt. Ein 2-3 tägiger Klinikaufenthalt ist meistens ausreichend. Diese Technik kommt für Männer mit einer leichten oder mittelgradigen Inkontinenz infrage.

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